Creativity World Forum

Kreativität ist das Schlagwort unserer Zukunft. Nur wer neue Ideen in alte Strukturen bringt, wird im medialen Zeitalter bestehen, sei es als Solokünstler oder als Großunternehmen. Eigendynamik, aber auch eine gesunde Konkurrenzsituation und der internationale Austausch fördern das Denken über alle Grenzen hinweg.

Im Rahmen des Europäischen Jahres der Kreativität und Innovation trafen sich Künstler aus allen Bereichen zum Creativity World Forum. Erstmals wurde diese Veranstaltung, die seit 2004 als internationale Plattform der Kreativschaffenden existiert, in den baden-württembergischen Städten Stuttgart und Ludwigsburg ausgerichtet. Das Land ist Partner von 12 weiteren europäischen und weltweiten Standorten. Prominenteste Gäste waren die Filmemacherin und Autorin Döris Dörrie, der Erfinder des MP3-Formats Professor Karlheinz Brandenburg und Franz Fehrenbach, Vorsitzender Geschäftsführer der Bosch GmbH.

Diskussionen und Vorträge zeigten auf, dass Kreativität nicht nur dringend notwendig , sondern auch nur unter großen Anstrengungen zu erreichen ist. Doris Dörrie sprach in diesem Zusammenhang von dem Mut zu Fehlschlägen, der eine notwendige Voraussetzung für alle Künstler ist. Und zu denen zählen in heutigen Zeiten bsp. auch Medienschaffende und Software-Entwickler. Daneben war ein wichtiger Gesichtspunkt die Situation der Frauen im kreativen Bereich. Zwischen Herd und Kindererziehung versuchen sie ihren Traum eines erfüllten Lebens zu leben.

Etwa 2.000 Kreative aus aller Welt nahmen an einem länderübergreifenden Austausch teil. Eine überwältigende Resonanz. Aber auch das künstlerische Potential in Baden-Württemberg kann sich sehen lassen. In einem Workshop sollten in nur 100 Minuten 100 neue Ideen entstehen. Mit 130 Vorschlägen wurde diese Grenze locker getoppt. Hier zeigte sich deutlich, wie wichtig der Austausch mit anderen Vordenkern ist, um das eigene Potential zu puschen. Brainstorming und innovative Anregungen führten zu ungeahnten Höhenflügen und wiesen Baden-Württemberg als würdigen Standort für kreative Köpfe aus. Mit dem renommierten Karl-Steinbuch-Stipendium sorgt das Land bei seinem künstlerischen Nachwuchs außerdem dafür, dass es auch in Zukunft so bleibt.